Information Kaninchen

Kaninchen - Ordnung der Hasenartigen

schnuppi

Fluchttiere

Kaninchen sind Fluchttiere. Ihr Überleben hängt davon ab, wie schnell sie einen Feind wahrnehmen und orten und dann hakenschlagend sich in Sicherheit in ihren Kaninchenbau bringen können.

Riechen

Sie hoppeln schnuppernd durch die Welt, nehmen die Welt durch Riechen wahr. Die Nase ist ständig in Bewegung, geht ständig auf und ab.

Sie haben unter dem Kinn eine Drüse, mit der sie ihre Duftmarkierungen (Pheromone) setzen. Sie markieren, indem sie mit dem Kinn an Gegenständen oder anderen Tieren entlang streichen.

Sie geben über die Duftdrüsen unterschiedliche Gerüche ab, zum Beispiel wenn sie rammeln wollen, geben sie (für Menschen) einen seltsam riechenden Duft ab.

Hören

Sie hören sehr gut und können ihre lange Ohren in unterschiedliche Richtungen stellen um damit noch besser die Geräusche orten zu können. Um besser hören zu können sind sie gerne auf erhöhten Plätzen. (Hügel oder im Stall auf dem Häuschen)

Klopfen

Bei Gefahr oder wenn sie seltsame Geräusche oder Gerüche wahrnehmen, klopfen sie mit ihren langen Hinterbeinen auf den Boden, um damit die anderen Kaninchen zu warnen. Man nennt sie deshalb auch Klopfer.

Sehen

Kaninchen können am Tag nicht so gut sehen. Sie sind dämmerungsaktiv und sehen in der Dämmerung am besten.

Sozialkontakt

Kaninchen leben in größeren Verbänden zusammen. Sie brauchen den Sozialkontakt untereinander. Sie schlecken sich gegenseitig ab, machen gegenseitig Fellpflege und liegen sehr gerne aufeinander und kuscheln miteinander.

Jedes Kaninchen hat einen Platz in der Rangordnung. Um die Rangordnung auszumachen, beißen und streiten sich die Kaninchen heftig, dabei können blutende Verletzungen entstehen. Sie markieren ihr Revier mit ihren unterschiedlichen Körperdüften und durch Absetzen von Kot und Urin.

Fressen

Kaninchen müssen fast ständig fressen, da ihr Darm keine Muskeln zum Weitertransport der Nahrung hat. Der Weiter-Transport der Nahrung im Darm wird mit häufiger Nahrungsaufnahme unterstützt. Ihre Hauptnahrung ist Heu.

Ihre Nahrung wird zweimal verwertet. Beim ersten Durchgang der Nahrung durch den Darm wir die Nahrung mit dem sog. Blinddarmkot ausgeschieden. Er ist dunkler und klebriger als die normalen Kaninchenköttel. Im Blinddarmkot sind lebenswichtige Vitamine enthalten, die durch Darmbakterien im Kaninchenblinddarm (Gärkammer) entstehen.

Der Blinddarmkot wird vom Kaninchen gefressen und dann später als Kaninchenköttel ausgeschieden. Da Kaninchen ursprünglich aus Spanien kommen, war diese doppelte Nahrungs-Verwertung notwendig. Da Kaninchen sehr verfressen sind, kann es leicht sein, dass sie als „Hauskaninchen“ zu dick werden. Die Weibchen bekommen dann am Hals eine Fettwamme.

Mit dem Heu schleifen Kaninchen beim Fressen ihre Zähne ab. Wenn sie kein Heu fressen können, wachsen ihre Schneidezähne pro Monat etwa einen Zentimeter und müssen dann mit einer Zange gekürzt werden. Die Zähne sind sehr spröde. Die Backenzähne wachsen nicht so schnell.

Sie sind beim Fressen sehr empfindlich und wenn sie etwas falsches fressen, sind sie für Koliken anfällig.

Trinken

Kaninchen trinken reines Wasser. Wenn Kaninchen ausreichend Grünfutter bekommen, trinken sie nicht so viel.

Fruchtbarkeit und Säugen

Kaninchen sind sehr fruchtbar. Sie rammeln sehr oft miteinander. Das männliche Tier wird Rammler genannt. Wenn ein weibliches Kaninchen stark berammelt wird, dann bekommt es einen Eisprung. Es sammelt dann fleißig Nestmaterial (Heu oder Stroh oder was vorhanden ist) zusammen, rupft sich und ihrem Partner Fellhaare aus und baut damit ein Nest.

Die Weibchen sind sogar wenn sie ihre Junge säugen wieder fruchtbar.

Die Jungen müssen den ganzen Tag alleine sein. Nur zum Säugen kommt das Weibchen ein- bis zweimal am Tag zu den Jungen. Diese stürzen sich auf ihre Mutter, trinken gierig Milch. Die Mutter ist dabei hellwach und angespannt, sie säugt manchmal sogar im Stehen. Das Säugen der Jungen dauert etwa eine Minute. Bevor die Jungen satt sind verlässt das Weibchen wieder das Nest. Es muss alles so schnell gehen, weil das Weibchen keine Feinde ans Nest locken will

Lebensfreude

Kaninchen benötigen viel Bewegung. Wenn sie das haben, hoppeln und hüpfen sie mit großer Freude, schlagen Haken beim Springen und in der Luft können sie sich bis zu 180 ° drehen. Man kann dann eine große Leichtigkeit und Lebensfreude bei ihnen fühlen.

Sie buddeln gerne in der Erde Gänge, in denen sie sich verstecken können. Beim Buddeln sind sie sehr fleißig und schmeißen die ausgegrabene Erde durch ihre Hinterbeine in hohem Boden nach hinten. Mit den Vorderpfoten wird dann die Erde weiter weggeschoben.

Sie sind sehr neugierig und dabei auch mutig. Ihre große Neugier gibt ihnen großen Antrieb um neue Dinge auszuprobieren.

Wechsel zwischen Ruhe und Anspannung

Wenn es ihnen gut geht, dann dösen sie gemütlich, liegen auf der Seite, so dass der Bauch sichtbar wird und kuscheln zusammen. Sobald sie ein seltsames Geräusch hören, sind sie hellwach, stellen ihre Ohren nach oben und ihre innere Anspannung ist fühlbar.

Kommunikation

Wenn ihnen etwas gefällt, mahlen sie leise mit ihrem Gebiss.

Wenn sie Schmerzen haben, dann mahlen sie laut mit ihrem Gebiss.

Wenn ihnen etwas nicht passt, dann zeigen dies indem sie den anderen leicht beißen oder mit den Vorderpfoten kratzen.

Wenn sie jemanden mit der Schnauze leicht anstupsen, dann heißt dies „ich mag dich“.

Unter extremer Angst können Kaninchen schrill und hoch schreien.

Sie mögen es gar nicht, wenn man sie auf den Arm nimmt, weil sie dann nicht mehr fliehen können. Die meisten Kaninchen lieben es aber auf ihrem Nasenrücken gestreichelt zu werden, da halten sie ihre Nase genüsslich hin.

Zur Kommunikation mit Artgenossen verwenden sie unter anderem ihren kurzen Schwanz, der meistens eine weiße Unterseite hat, damit er besser gesehen werden kann.

 

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