Katzen
Ordnung der Raubtiere (Carnivora) innerhalb der Überfamilie der Katzenartigen (Felidae)


Geschichte der Katzen
primitive Felidae: Säbelzahntiger

Die Katzenartige passten sich an Lebensbedingungen Wüsten, Wälder, Steppen und Sümpfen gut an.

Es entwickeln sich drei Haupttypen der Wildkatze:
Europäische Wildkatze
Afrikanische Wildkatze, Falbkatze
Asiatische Steppenkatze

Ausbreitung der Katzen aus dem Nahen Osten
Mit den Phöniziern kam die Katze aus dem Nahen Osten nach Ägypten (ca. 2500 v. Chr.)
In Ägypten wurde sie als Göttin verehrt.
Sie repräsentierte dort Fruchtbarkeit und Mutterschaft

Es gab ein Verbot, Katzen aus Ägypten auszuführen. Trotzdem wurde sie von phönizischen Händlern nach Sizilien, Griechenland, Sardinien und Spanien verteilt.

Die Katze wurde von Händlern auf der Seidenstraße nach China und auf dem Seeweg nach Arabien, indischer Ozean verteilt

In Asien verbreitet sich die Katze mit dem Buddhismus, sie schützten und sicherten die Seidenraupenaufzucht. In Europa verbreitete sich die Katze im ganzen römischen Reich.
Mit dem Portugiesen und Spaniern gelang die Katze nach Amerika.


Domestikation
Von der Wildkatze hat sich durch Domestikation die Hauskatze entwickelt. Die Domestikation der Katze hat vor etwa 10.000 Jahren im Nahen Osten begonnen.

Definition Domestikation:
„Der Mensch gewöhnt ein Tier daran, unter menschlicher Obhut und nahe menschlicher Siedlungen zu leben. Der Mensch zähmt und kontrolliert das Tier."

Nach dieser Definition ist die heutige Katze nicht vollständig domestiziert, weil der Mensch eine Katze nicht zähmen und nicht kontrollieren kann.

Die Katze hat sich vermutlich (wie auch der Hund) selbst domestiziert: die Nähe des Menschen wird toleriert um sichere Ressourcen zu haben.

 

Die Katze als Raubtier
Die Katze ist ein Raubtier. Sie frisst kleinere Tiere, wie zum Beispiel Mäuse. Um eine Maus zu fangen, schleicht sie sich an ihr Opfer so nah wie möglich an und die große Anspannung und Konzentration ist bei ihr zu spüren. Dann setzt sie zum Sprung an, sie ergreift ihr Opfer und beißt es tot. Es kann vorkommen, dass die Katze mit ihrem Opfer noch eine Zeitlang spielt, bevor sie es dann tötet. Dies zeigt den großen Spieltrieb der Katzen.

 

Fortpflanzung
Eine Katze ist ab ihrem 6. Monat geschlechtsreif und wird zum ersten Mal rollig. Sie ist dann 5 bis 6 Tage lang empfänglich. Eine rollige Katze reibt sich ständig an Gegenständen, rollt sich auf dem Boden und hält ihr Hinterteil herausfordernd in die Höhe. Wird sie nicht von einem Kater gedeckt, wird sie nach drei Wochen wieder rollig.

Die Tragzeit beträgt 63 bis 65 Tage. Die Geburt kann bis zu einigen Stunden dauern, es können bis zu 7 Kätzchen in einem Wurf geboren werden.

Neugeborene
Die Neugeborenen sind blind, taub und vollkommen abhängig. Sie öffnen ihre Augen etwa am 9. Tag. Ihre motorische Entwicklung geht von vorne nach hinten.

Sensible Phase
Die sensible Phase ist ein begrenzter Zeitraum, in dem Lernen sehr leicht statt findet, Gelerntes dauerhaft und langfristig wirkt und Erfahrungen einen großen Einfluss haben.
Katzen etablieren in der sensiblen Phase die Referenzwerte für ihren Lebensraum: Geräusche, Gerüche, Futterarten, Aktivität,...

Katzen sind grundsätzlich territorial, aber Geselligkeit kann erlernt werden durch Aufzucht in sozialer (Familien)-Gruppe.

Juvenile Phase
Zwischen 9. Woche und Beginn Pubertät. Diese Phase ist eine sehr aktive Lebensphase, in der Gelerntes angewendet und gespeichert wird.

Pubertät
Sie findet zwischen dem 5 und 18. Monat statt und dauert etwa 6 Monate. Das männliche Tier entwickelt den typischen Katergeruch durch Produktion von Felinin. Harnmarkieren und Rolligkeit setzen ein. Jugnkatzen werden häufig von der Mutter vertrieben oder bekämpft.

Adulte Phase
Die soziale Reife ist bei Katzen mit 2 bis 4 Jahren erreicht. Es können Probleme auftreten zwischen Katzen, die bisher friedlich miteinander gelebt haben.


Sehen
Das Sehvermögen der Katze ist an ihre Jagdweise angepasst: Dämmerung und Nacht, Wüste und Wald

Pupille verengt sich zum Schlitz anstatt rund
-> völliger Verschluss ist möglich, Sehen auch bei vollem Sonnenlicht (Wüste) möglich

Sehen bei Dämmerung und Nacht durch Tapetum lucidum: reflektierende Schicht hinter den Zellen der Netzhaut. Deshalb funkeln Katzenaugen bei Nacht, wenn man sie anstrahlt.

Sie sehen sehr schnelle und sehr langsame Bewegungen.

Farbensehen ist nicht so gut, dies ist für Dämmerungsjäger nicht wichtig.


Riechen
Sie haben 20 qcm Riechschleimhaut (der Mensch nur 2). Daher riechen sie viel besser als der Mensch aber nicht so gut wie der Hund. Der Geruch wird für Suche und Identifikation von Nahrung und in der territorialen Organisation eingesetzt-

 

Pheromone
Pheromone sind Stoffe, die der chemischen Kommunikation dienen. Die Pheromone haben einen direkten Einfluss auf Emotionen, Stimmung und physiologische Vorgänge (z.B. Fortpflanzung). Die Wahrnehmung über Pheromone ist eine chemische Wahrnehmung unabhängig von Geruch und Geschmack.

Es gibt unterschiedliche Pheromone:
Alarmpheromone am Analbeutel oder Pfotenballen
Identifikations-Pheromone an Wangen, Hals, Rücken
Teritorial-Pheromone bei Harnmarkierung, Kratzmarkierung

Um Pheromone wahrzunehmen haben Katzen ein eigenes Sinnesorgan: Vomeronasalorgan.

 

Markieren
Kratzmarkieren: Optischen und akustisches Signal, das Aufmerksamkeit erregt.

Chemisches Signal für Abgrenzung der Isolationszonen, Demonstration von Selbstbewusstsein, Verhalten bei Aufregung oder Frustration

Gesichtsmarkieren: durch Duftdrüsen am Kinn, vom Mundwinkel bis zu den Ohren. Durch Entlang streichen an Kanten werden Pheromone deponiert, die Vertrautheit signalisieren

Allomarkieren: für das Markieren von Sozialpartnern, um Vetrautheit und Bindung in der Gruppe zu festigen

Harnmarkieren: Deponieren von Harn in typischer Körperhaltung bedeutet hoher Erregungslevel: Furcht, Aggression, Begrüßung, Jagd

 

Hören
Sie nehmen Ultraschall bis Schallwellen von 60 kHz -100 KHz wahr. Das bedeutet, dass sie 2 Oktaven höher als der Mensch (20 kHz) und eine Oktave höher als der Hund wahrnehmen können.


Geschmack
Katzen erkennen 4 bis 5 Geschmacksrichtungen: süß, salzig, sauer, bitter und umami (Glutamat). In der Literatur steht oft, dass Katzen den süßen Geschmack nicht wahrnehmen können.


Tastsinn
Katzen haben einen extrem sensiblen Tastsinn. Ihre Tasthaare sind empfindlich für geringste Luftströmungen. Die Tasthaare geben Info über die Ausmaße ihres Körpers.


Erweiterte Wahrnehmung
Erdbeben oder andere Naturkatastrophen können Katzen gut wahrnehmen.
Katzen nehmen wahr, wenn es Menschen nicht gut geht und setzen sich oft genau auf die Körperstelle, die dem Mensch weh tut

 

Schnurren
Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema Heilung durch Schnurren. Es wird vermutet, dass sich Katzen durch Schnurren selbst heilen können. Durch das Schnurren wird der Körper zur Selbstheilung angeregt. Diese Vermutungen gibt es, weil Tier-Chirurgen öfters extrem überrascht sind, wie schnell Katzen nach großen Operationen wieder gesund sind.

 

Katzenerziehung
Katzen sind nur mit großer Geduld und viel Belohnung erziehbar, da sie normalerweise Einzelgänger sind. Katzen können über Futter und Spiel motiviert werden. Die Belohnung vermittelt der Katze, was sie tun soll.

 

Lebensraum- Territorium
Lebensraum ist der Raum, den eine Katze im Alltag benützt oder durchläuft. Er wird nicht aktiv verteidigt. (etwa 100qm bis 6 qkm)

Territorium ist ein begrenzter Teil des Lebensraums einer Katze. Das Territorium wird aktiv verteidigt. In diesem Territorium hat die Katze ihre Schlafplätze, Futterplatz, Jungtieraufzucht...

 

Fressen
Katzen sind spezialisierte Fleischfresser. Manche Aminosäuren müssen obligat aufgenommen werden: Taurin und Arginin. Katzen lernen sehr früh von ihrer Mutter, was man fressen kann. Sie müssen hochwertiges Protein aufnehmen (keine vegetarische Ernährung)

Die Futteraufnahme kann mit 10 bis 20 kleine Mahlzeiten am Tag erfolgen. Katzen können sich an Fütterungszeiten anpassen, die vorgegeben werden. Ohne zusätzliches Füttern fängt die Katze pro Tag etwa 8 bis 12 Mäuse. Die Jagd ist eine körperliche und konzentrative Höchstleistung, die enorme Mengen an Energie erfordert.

 

Trinken
Katzen sind ehemalige Halbwüstenbewohner und trinken sehr wenig. Sie mögen gerne abgestandenes natürliches Wasser.

Zur Wasseraufnahme wird die Zunge löffelartig gerollt, mehrmals eingetaucht und dann wird das Wasser geschluckt. Sie tauchen auch ihre Pfote ins Wasser ein und schlecken dann die Pfote ab. Sie nehmen auch Wasser auf aus Wasserhahn, Zimmerbrunnen oder Blumenuntersetzern.

 

Spielfreude
Katzen spielen sehr gerne mit Spielzeug oder anderen Lebewesen. Es ist meistens ein lustvolles Spiel, indem die Katze ihre Grenzen austesten kann. Es kann dabei vorkommen, dass es der Katze plötzlich zuviel wird und sie plötzlich flüchtet oder zubeißt oder ihre Krallen ausfährt und den Spielgefährten kratzt. Das macht die Katze für Menschen häufig unberechenbar.

 

Miauen
Katzen können sehr laut Miauen. Damit wollen sie auf sich aufmerksam machen oder sie betteln damit zum Beispiel nach Futter. Es gibt auch Katzen, die durch Miauen mit ihren Menschen kommunizieren wollen, obwohl der Mensch nicht versteht, was die Katze erzählen will.

 

Einzelgänger und Freiheit
Katzen lieben ihre Freiheit. Sie können als Einzelgänger tun, wozu sie gerade Lust haben. Sie liegen zum Beispiel gerne in der Sonne oder beobachten neugierig interessante Dinge. Bei ihren Beschäftigungen sind sie mit vollem Einsatz dabei und daher kaum abzulenken.

 

 

 

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